Nachrichten, Meldungen und Aktuelles vom RSC Dorsten

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RSC-Fahrer Hendrik Epping startet für Deutschland bei der MTB-Marathon-WM

Für Hendrik Epping vom RSC-Dorsten steht Anfang September der sportliche Höhepunkt des Jahres auf dem Programm. Der 29-jährige MTB-Marathonspezialist ist für die deutsche Nationalmannschaft nominiert und wird bei den UCI Mountain Bike Marathon Weltmeisterschaften im italienischen Primiero-San Martino di Castrozza an den Start gehen. Nach seiner ersten WM-Teilnahme im Jahr 2019 in der Schweiz ist es die zweite Berufung in das deutsche Aufgebot.

Die Nominierung besitzt für Epping einen besonderen Stellenwert. Anders als in olympischen Radsportdisziplinen wie dem Straßen- oder Bahnradsport existieren im Mountainbike-Marathon keine festen Kaderstrukturen. Stattdessen wird die Nationalmannschaft jedes Jahr aufs Neue für die Weltmeisterschaften zusammengestellt. Umso härter ist der Wettbewerb um die Startplätze für das deutsche Team. Maßgeblich für die Berufung sind die Ergebnisse bei internationalen Rennen und konstant gute Leistungen auf hohem Niveau die gesamte Saison hinweg.

Die erforderlichen Platzierungen sammelt der gebürtige Holsterhausener auf den anspruchsvollsten Mountainbike-Marathonstrecken Europas. Viele seiner Rennen führen ihn in die Alpenregionen der Schweiz, Frankreichs und Italiens. Zu den Höhepunkten der aktuellen Saison zählen ein 51. Platz beim Weltcup in den Dolomiten sowie Rang 16 beim renommierten Roc Laissac in Südfrankreich. Das Rennen gehört zur HC-Kategorie und liegt damit nur eine Stufe unterhalb eines Weltcups.

Auch unmittelbar vor der Weltmeisterschaft befindet sich Hendrik Epping im Renneinsatz. Zuletzt startete er bei der Swiss Epic, einem mehrtägigen Mountainbike-Etappenrennen in den Schweizer Alpen, das als europäisches Pendant zum berühmten Cape Epic in Südafrika gilt. Hier belegte er gemeinsam mit seinem Team-Kollegen Juliuus Drees in der Gesamtwertung den 18. Platz.

Die bevorstehenden Weltmeisterschaften finden vom 10. bis 13. September 2026 in den Dolomiten statt. Austragungsort ist die Region Primiero-San Martino di Castrozza im Trentino. Die beeindruckende Berglandschaft rund um die Pale di San Martino und den markanten Gipfel des Cimon della Pala bildet dabei die Kulisse für eines der härtesten Mountainbike-Rennen des Jahres.

Für die Elitefahrer steht am 12. September eine Strecke über 95,3 Kilometer mit insgesamt 3.850 Höhenmetern auf dem Programm. Damit zählt der Kurs zu den anspruchsvolleren WM-Strecken der vergangenen Jahre. Lange Anstiege ohne Unterbrechung, technisches Gelände, schnelle Abfahrten sowie die Höhenlage der Dolomiten werden für die Athleten die größten Herausforderungen darstellen. „Die Strecke kommt meinem Fahrstil entgegen“, erläutert Hendrik Epping. „Viele meiner Rennen haben einen sehr alpinen Charakter. Oft geht es über mehrere Anstiege mit 600 bis 1.000 Höhenmetern am Stück. Dazwischen warten technisch anspruchsvolle Trails mit Stufen, Steinen und Wurzeln. Genau diese Kombination aus Ausdauer und Fahrtechnik macht für mich den Reiz des Sports aus.“

Der Weg zur Weltmeisterschaft begann für Hendrik Epping vor vielen Jahren in seiner Heimatstadt Dorsten. Aufgewachsen ist er in Holsterhausen, dort verbrachte er als Kind viel Zeit auf dem Fahrrad und erkundete die Wälder rund um den Freudenberg, die Hohe Mark und die Kiesgruben der Kalksandsteinwerke. Damals stand jedoch nicht der Leistungssport, sondern vor allem der Spaß an der Bewegung in der Natur im Vordergrund.

Neben dem Radfahren spielte er lange Zeit aktiv Fußball. Die entscheidende Weichenstellung erfolgte schließlich während eines Betriebspraktikums bei Radsport Bomm in Bottrop. Dort lernte er einen Mechaniker kennen, dessen Sohn bereits auf dem MTB für die deutsche Nationalmannschaft im Einsatz war. Mit ihm fuhr er des Öfteren nach Feierabend in Richtung Heimat und dabei entstand die Idee, selbst einmal an einem Rennen teilzunehmen.

2013 stand Hendrik Epping schließlich erstmals beim NRW-Cup in Haltern an der Startlinie. Schnell erkannte er, dass ihm insbesondere lange Anstiege und ausdauerorientierte Wettkämpfe liegen. Während viele Mountainbiker auf kurze und explosive Rennen setzen, spezialisierte er sich auf die Marathon-Distanz.

Den Weg zum RSC Dorsten fand er über RSC-Mitglied Andree Lehmbruck, Leiter des Geschäftes von Radsport Bomm in Dorsten. „Radsport Bomm war so etwas wie mein erster Sponsor“, erinnert sich Epping. „Andree hatte damals die Idee, dass ich für den RSC Dorsten starten sollte.“

Inzwischen lebt Hendrik Epping seit elf Jahren in Freiburg im Breisgau. Ausschlaggebend hierfür war nicht nur sein Studium, sondern auch die hervorragenden Trainingsmöglichkeiten im Schwarzwald mit Anstiegen von weit über 1.000 Höhenmetern und einem großen Netz anspruchsvoller Trails. Auch nach dem Studium ist er beruflich im Radsport verankert und arbeitet im Vertriebsmanagement eines Unternehmens für Bike-Fitting-Systeme.

Trotz seines Lebensmittelpunktes im Schwarzwald ist die Verbindung nach Dorsten nie abgerissen. Seine Eltern leben weiterhin in Holsterhausen und zu seinem Heimatverein RSC Dorsten besteht ein enger Kontakt. So ist er zwar für verschiedene MTB-Sportgruppen gestartet, aber stets dem RSC Dorsten treu geblieben und weiterhin über den Verein lizensiert.

Im RSC Dorsten werden die Weltmeisterschaften daher mit großer Spannung verfolgt. Die Mitglieder des Vereins drücken Hendrik Epping fest die Daumen und werden das Rennen aus der Heimat mit großem Interesse verfolgen. Auch die Verantwortlichen des Vereins sind stolz auf die Entwicklung des gebürtigen Dorsteners. Die erneute Nominierung für die Teilnahme an den Weltmeisterschaften zählt schließlich zu den herausragenden Erfolgen in der Vereinsgeschichte.