Beim renommierten Jedermann-Rennen der Flandern-Rundfahrt hat Oliver Mau vom RSC Dorsten eindrucksvoll seine sportliche Leidensfähigkeit unter Beweis gestellt. Auf der anspruchsvollen Langdistanz von Antwerpen nach Oudenaarde über 247 Kilometer und 2.100 Höhenmeter erreichte er mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 29,6 hm/h nach 8 Stunden und 41 Minuten das Ziel – und sicherte sich damit einen hervorragenden 54. Platz im Gesamtranking von über 3.500 Startern.
Die traditionsreiche Strecke, gespickt mit legendären Kopfsteinpflaster-Passagen und kurzen, giftigen Anstiegen, verlangte den Teilnehmenden alles ab. Für einen besonders amüsanten Moment sorgte eine Szene, die fast schon Radsport-Geschichte schrieb: Wie Top-Star Tadej Pogačar einen Tag später bei der Profi-Ausgabe der Flandern-Rundfahrt, wurde auch Oliver Mau an einem Bahnübergang ausgebremst. Die geschlossene Schranke zwang ihn zu einer kurzen Zwangspause. Und damit nicht genug: Als sich die Schranke wieder öffnete, konnte es der 59-Jährige kaum erwarten, das Rennen fortzusetzen. Noch bevor das rote Signallicht vollständig erloschen war, setzte er sich wieder in Bewegung – sehr zum Missfallen eines aufmerksamen Polizeibeamten, der ihn umgehend ermahnte. Ein kleiner Regelverstoß, der bei den Amateuren genauso gehandhabt wurde wie bei den Profis.
„Ein unglaubliches Rennen – hart, intensiv und einzigartig“, resümierte Oliver Mau im Ziel. „Die Atmosphäre entlang der Strecke und die vielen Zuschauer machen Flandern zu etwas ganz Besonderem. Und die Geschichte mit dem Bahnübergang werde ich so schnell sicher nicht vergessen.“
Mit seiner starken Platzierung unterstreicht Oliver Mau eindrucksvoll seine Leistungsfähigkeit im internationalen Teilnehmerfeld und setzt ein sportliches Ausrufezeichen bei einem der bekanntesten Jedermann-Rennen Europas.
